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Schweiz entrinnt Bronzemedaille

Das Schweizer Herren-Team verpasst an der Streethockey-WM die Bronzemedaille nach einer denkwürdigen Leistung unglücklich mit 4:3 gegen die USA. 

Die Schweizer mussten die Halbfinalniederlage möglichst schnell wegstecken, denn im Bronzespiel konnten sie weiter Geschichte schreiben. Mit den USA, dem Dritten der letzten WM, bekamen sie ein Schwergewicht vorgesetzt. Die USA setzten denn auch nach 10 Sekunden eine erste Duftmarke, doch Schweiz-Hüter Messer war auf der Hut. Fortan drängten die Eidgenossen die Amerikaner in ihre Verteidigung, dominierten das Spiel und erspielten sich gefährliche Chancen. Die beste davon hatte Cioffo in der 5. Minute, als er nach einem feinen Querpass von Rohdewald das leere Tor nicht traf. Der Respekt der Amerikaner war sichtbar. Nach einer hart gepfiffenen Strafe wehrte Goalie Messer zwar mehrfach ab, doch gegen einen Weitschuss von Wilson vier Sekunden vor Ablauf der Strafe war er machtlos. Entgegen dem Spielverlauf gingen die effizienten Amerikaner mit einer Führung zum ersten Pausentee. 

Erneut kamen die Amerikaner wacher aus der Kabine. Dutney ging vor dem Tor vergessen und traf nach nur 20 Sekunden. Sekunden später aber sah die Welt aus Schweizer Sicht wieder besser aus: Der omnipräsente Cioffo traf zum verdienten Anschlusstreffer. Der Ausgleich lag in der Luft. Mit einem ihrer seltenen, aber gefährlichen Entlastungsangriffe stellten die US-Boys durch Scian aber den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her. Die läuferisch und kämpferisch überlegenen Schweizer liessen sich nicht beirren und Iten verkürzte mit einem Ablenker in Überzahl. Der Traum von der Medaille lebte. Auch weil Messer Sekunden vor Drittelsende mirakulös parierte. 

Eine frühe Überzahl im Schlussdrittel liessen die Schweizer zwar ungenutzt. Doch Captain Müller brachte mit einem verdeckten Handgelenkschuss von der blauen Linie die Lonza-Arena nach 37 Minuten zum Toben. Wehrli mit einem Pfostenschuss und einem Solo kamen dem Führungstreffer ganz nah. Hinten hielt Messer dicht. Der amerikanische Favorit wankte nun, fiel aber nicht: Aus dem Nichts schoss Jones zwei Minuten vor Schluss die USA zur Medaille. Den Schweizern stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben, ihre Leistung hätte den grossen Exploit verdient. Sie zeugt auch von ihrem neuen Selbstverständnis. Mit dem 4. Rang schreiben die jungen Eidgenossen dennoch Geschichte. 






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